Gefährliche Schlafapnoe und wie eine App helfen kann

In Deutschland leiden mehr als 20 Millionen Menschen unter einer sogenannten Schlafapnoe. Dabei handelt es sich nicht nur um einfaches Schnarchen, vielmehr schränkt eine gefährliche Schlafapnoe die Schlafqualität ein, was zu weiteren Beschwerden führen kann. Eine neue App kann dabei helfen, weniger zu schnarchen und die Schlafapnoe zu reduzieren.

Was genau ist eine Schlafapnoe?

Schnarchen ist zwar nervig, aber harmlos. Wer nach dem Einschlafen schnarcht, tut dies, weil sich in der Nacht für kurze Zeit die oberen Atemwege verengen und dann Gaumensegel und Kehldeckel zu vibrieren beginnen. Bei einer Schlafapnoe hingegen verschließen sich die Atemwege vollständig und die Schlafenden bekommen keine Luft mehr. Damit sinkt die Sauerstoffsättigung im Blut, bis es zu einem kritischen Punkt kommt. Der Körper hat für diese Reaktion jedoch eine Überlebensreaktion, die Betroffenen wachen auf und atmen panisch ein.

Was kann die App?

Ist die Schlafapnoe stark ausgeprägt, dann wachen die Betroffenen bis zu hundertmal pro Nacht auf und merken es nicht. Am nächsten Morgen sind sie dann völlig gerädert, sie haben Kopfschmerzen, fühlen sich schläfrig und leiden unter verminderter Leistungsfähigkeit. Schlaganfälle und Bluthochdruck können die Folgen sein. Die neue App misst die Geräusche des Atems in der Nacht und analysiert anschließend das Atemmuster. Das Smartphone muss dazu nicht mit einer zusätzlichen Hardware ausgestattet werden. Das Gerät wird einfach neben das Bett gelegt und am nächsten Tag liegt dann die zweiteilige Analyse vor.

Präzise Aussagen

Der erste Teil der Analyse zeigt an, wie häufig, wann und wie laut geschnarcht wird, im zweiten Teil wird dann die Schlafapnoe ausführlich analysiert. Wie viele Atemaussetzer gab es und wann genau fanden sie statt? Besteht ein mittleres oder ein hohes Risiko für eine Schlafapnoe? Dann bekommen die Betroffenen eine Liste mit Fachärzten, an die sich wenden können. Wichtig ist es, durch die Analysen weitere Informationen zu bekommen, beispielsweise, wenn die Aussetzer in verstärktem Maße auftreten.

Bild: © Depositphotos.com / Maridav

Ulrike Dietz